Schulpsychologie
Psychologische Beratung.
Persönliche Entwicklung.
Gemeinsame Veränderung.
Informationen für
Verstehen, was dich bewegt.
Deinen Weg finden.
Du möchtest dich besser kennenlernen und Neues ausprobieren? Vielleicht brauchst du Unterstützung, weil dir Schule, Streit oder deine Gedanken zu schaffen machen. Für beides bist du hier richtig.
Du musst nicht alles in Worte fassen können. Erzähl so viel, wie du möchtest.
Worum es gehen kann
Stärken, Ziele und Entscheidungen
Was kann ich gut? Was ist mir wichtig? Was möchte ich ausprobieren oder verändern?
Lernen und Prüfungen
Was hilft dir beim Lernen? Wie kannst du mit Aufgaben anfangen, dich besser konzentrieren oder mit Notendruck und Prüfungsangst umgehen?
Freundschaften und Familie
Wie kannst du deine Meinung sagen und für dich einstehen? Hier kannst du auch über Streit, Mobbing oder Einsamkeit sprechen.
Gedanken, Gefühle und Körper
Wenn du traurig, ängstlich oder erschöpft bist, kannst du darüber sprechen. Auch Sorgen ums Essen, deinen Körper oder Gedanken, die dich beunruhigen, haben hier Platz.
So arbeiten wir zusammen
Zuerst höre ich dir zu. Dann überlegen wir, was dir helfen könnte. Du kannst zum Beispiel ein schwieriges Gespräch üben oder ausprobieren, was dich bei Angst beruhigt. Danach besprechen wir deine Erfahrungen.
Du entscheidest, was du erzählen und ausprobieren möchtest.
Verstehen, was dich bewegt.
Deinen Weg finden.
Eigene Entscheidungen treffen, Erwartungen hinterfragen oder etwas verändern: Dafür kannst du die Beratung nutzen. Genauso kannst du kommen, wenn dich etwas belastet oder du gerade nicht weiterweißt.
Du musst nicht alles in Worte fassen können. Erzähl so viel, wie du möchtest.
Worum es gehen kann
Stärken, Ziele und Entscheidungen
Wer bin ich? Was ist mir wichtig? Was will ich selbst – und was erwarten andere? Hier kannst du Ziele klären und Entscheidungen durchdenken.
Lernen und Prüfungen
Was hilft dir, konzentriert zu lernen und mit Aufgaben anzufangen? Auch Prüfungsangst und hohe Erwartungen an deine Leistungen kannst du hier besprechen.
Freundschaften und Familie
Wie kannst du sagen, was du möchtest und wo deine Grenzen liegen? Hier kannst du auch Streit, Mobbing, Einsamkeit oder Belastungen zu Hause ansprechen.
Gedanken, Gefühle und Körper
Wenn dich Angst, Panik, Erschöpfung oder innere Leere belasten, kannst du darüber sprechen – genauso über beunruhigende Gedanken oder Sorgen ums Essen und deinen Körper.
So arbeiten wir zusammen
Zuerst höre ich dir zu. Dann schauen wir, was du verändern möchtest und was dabei helfen kann – auch in deinem Umfeld. Du kannst zum Beispiel ein Gespräch vorbereiten oder Möglichkeiten für eine Entscheidung durchdenken. Danach besprechen wir, was dir weitergeholfen hat.
Du entscheidest, was du erzählen und ausprobieren möchtest.
Wenn Sie sich um Ihr Kind sorgen
Vielleicht sorgen Sie sich um das Lernen, den Schulbesuch, Beziehungen oder das Wohlbefinden Ihres Kindes. Schulpsychologische Beratung hilft, die Situation zu verstehen und herauszufinden, was jetzt guttun könnte.
Wie kann Schulpsychologie helfen?
Ihr Kind kann eigene Ziele finden, Lernstrategien ausprobieren oder einen besseren Umgang mit Druck entwickeln. Auch hilfreiche Veränderungen in Familie und Schule können Thema sein.
Wie werden Sie einbezogen?
Ihre Beobachtungen können helfen, die Situation besser zu verstehen. Wie Sie einbezogen werden, richtet sich nach dem Alter Ihres Kindes und der jeweiligen Situation.
Wenn weitere Unterstützung sinnvoll ist
Reicht schulische Beratung nicht aus, hilft Schulpsychologie bei der Suche nach einer passenden Fachstelle. Medizinische oder psychotherapeutische Behandlung übernehmen Praxen und Kliniken. Schulische Entscheidungen trifft die Schule.
Psychologische Beratung für Lehrkräfte
Eine konkrete Beobachtung reicht für den Einstieg – ebenso ein eigenes Anliegen. Schulpsychologie hilft, Ursachen zu verstehen, Handlungsmöglichkeiten zu finden und berufliche Belastungen einzuordnen. Persönliche Beratung ist vertraulich.
Konsultation zu schulischen Situationen
Eine Beobachtung und Ihre Frage genügen für den Einstieg. Die psychologische Perspektive hilft, Ursachen zu verstehen und eine praktikable Möglichkeit zu finden.
Unterstützung bei beruflicher Belastung
Persönliche Beratung bietet Raum für Belastungen, Grenzen und schwierige Entscheidungen – mit dem Ziel, spürbare Entlastung zu finden.
Arbeit mit Klassengemeinschaften und Gruppen
Bei Fragen zu Lernen, Beziehungen, Konflikten oder Gruppendynamik kann Schulpsychologie beraten, beobachten, Gespräche begleiten oder Gruppenangebote gestalten.
Begleitung in Krisen und bei Schutzfragen
In einer Krise hilft Schulpsychologie, die Situation zu stabilisieren und Aufgaben zu ordnen. Sie berät die Verantwortlichen im schulischen Schutz- oder Krisenverfahren.
Im Schulalltag kommt vieles gleichzeitig zusammen.
- Unterricht gestalten und Lernen ermöglichen
- Beziehungen aufbauen und Klassengemeinschaften führen
- Leistungen beurteilen und nachvollziehbar entscheiden
- Individuell fördern und Teilhabe ermöglichen
- Mit Eltern und Erziehungsberechtigten zusammenarbeiten
- Fürsorge, Aufsicht und Schutz gewährleisten
Besonders anspruchsvoll wird es, wenn …
- Sorge um Schüler*innen entsteht
- Konflikte oder Dynamiken in einer Klassengemeinschaft kippen
- Psychische Krisen oder akute Gefährdungen auftreten
Hier unterstützt Schulpsychologie
Schulpsychologie hilft, psychologisch anspruchsvolle Situationen einzuordnen, Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und das weitere Vorgehen abzustimmen.
Damit schwierige Situationen gemeinsam bearbeitet werden – und nicht bei einzelnen Lehrkräften hängen bleiben.
Gemeinsame Grundsätze
Freiwillig. Vertraulich. Transparent.
Freiwillig
Schulpsychologische Beratung ist freiwillig. Jede Person entscheidet selbst, was sie ansprechen möchte und welche Unterstützung für sie hilfreich ist. Ziele und nächste Schritte werden gemeinsam besprochen.
Vertraulich
Was in persönlichen Gesprächen anvertraut wird, bleibt vertraulich. Ob weitere Personen einbezogen werden, wird gemeinsam abgestimmt. Ausnahmen gelten nur bei besonderen Gefährdungslagen oder rechtlichen Verpflichtungen.
Transparent
Ziele, Rollen und Vorgehen werden offen miteinander geklärt. So bleibt für alle Beteiligten verständlich, was die Beratung leisten kann und wie die nächsten Schritte gemeinsam gestaltet werden.
Entwicklung stärken. Gemeinsam Schule gestalten.
Wie Schüler*innen lernen und sich entwickeln, hängt mit ihrem Wohlbefinden, ihren Beziehungen und den Bedingungen in der Schule zusammen. Schulpsychologie berät Schüler*innen und schulische Beschäftigte direkt. Eltern und Erziehungsberechtigte werden einbezogen, wenn ihre Perspektive oder Unterstützung für das Anliegen wichtig ist.
Wissen und Einordnung
Schulpsychologie im Überblick
Auftrag, Arbeitsweise und Zusammenarbeit – konkret erklärt.
Psychologie direkt in der Schulgemeinschaft
Schulpsychologie wendet psychologisches Wissen auf konkrete Fragen des Schulalltags an. Als Teil der Schulgemeinschaft kennt sie die schulischen Bedingungen und ist für Schüler*innen sowie schulische Beschäftigte direkt erreichbar.
Weil Schulpsychologie die Schule, ihre Abläufe und ihre Möglichkeiten kennt, lassen sich Fragen früher klären und Veränderungen genauer auf den Alltag abstimmen. Dabei werden persönliche Stärken ebenso berücksichtigt wie Beziehungen und schulische Bedingungen.
Für persönliche Anliegen bietet Schulpsychologie einen vertraulichen Beratungsraum außerhalb von Unterricht und Leistungsbewertung. Pädagogische und sozialpädagogische Unterstützung sowie vorhandene Vertrauensbeziehungen können dabei einbezogen werden.
Eltern und Erziehungsberechtigte werden einbezogen, wenn ihre Perspektive, Zustimmung oder Unterstützung für das Anliegen wichtig ist. Schulische Entscheidungen bleiben bei den zuständigen Lehrkräften und der Schulleitung. Medizinische Diagnostik und Behandlung übernehmen die zuständigen ärztlichen und psychotherapeutischen Fachpersonen.
Person und Schulalltag zusammendenken
Schulpsychologie fragt nicht nur, was bei einer Person geschieht. Ebenso wichtig ist, wann etwas auftritt, wodurch es verstärkt oder erleichtert wird, was bereits hilft und wo Veränderung möglich ist.
Je nach Frage werden persönliche Voraussetzungen, Gedanken, Gefühle und Verhalten ebenso betrachtet wie Beziehungen, Klassengemeinschaft, Unterricht, Familie, Freundeskreis und schulische Abläufe.
Veränderung kann deshalb an mehreren Stellen ansetzen: Bei eigenen Handlungsmöglichkeiten, in Beziehungen, bei Unterstützungsmaßnahmen oder bei Lernbedingungen. So entsteht ein genaueres Verständnis der Ursachen und der Bedingungen, unter denen Veränderung gelingen kann.
Was Schulpsychologie konkret beiträgt
Verstehen und einordnen
Gespräche, Beobachtungen und bei Bedarf Diagnostik helfen, eine Frage genauer zu untersuchen, Stärken zu erkennen und sinnvolle nächste Schritte abzuleiten.
Beraten und stärken
Beratung schafft Orientierung, macht vorhandene Möglichkeiten nutzbar und unterstützt dabei, eigene Schritte zu entwickeln und im Alltag zu erproben.
Wissen vermitteln
Psychologisches Wissen wird so aufbereitet, dass Schüler*innen und schulische Beschäftigte Zusammenhänge früher erkennen und sicherer handeln können.
Perspektiven abstimmen
Bei gemeinsamen Anliegen hilft Schulpsychologie, unterschiedliche Sichtweisen, Rollen und Beiträge zu klären.
Hilfewege erschließen
Wenn weitere Unterstützung gebraucht wird, hilft Schulpsychologie, ein passendes Angebot zu finden, den Kontakt vorzubereiten und den Übergang zu begleiten.
Angebote und Abläufe weiterentwickeln
Wiederkehrende Fragen können zeigen, wo Informationen, Zuständigkeiten oder schulische Unterstützung verbessert werden sollten. Lösungen werden mit den Beteiligten entwickelt und ausgewertet.
Bei Krisen und Schutzverfahren mitwirken
In Krisen und Schutzverfahren berät Schulpsychologie die verantwortlichen Personen, unterstützt Stabilisierung und Kommunikation und kann an Übergabe und Nachsorge mitwirken. Die Leitung des Verfahrens bleibt bei der zuständigen schulischen Stelle.
Beratung, Konsultation und Diagnostik
Ein erster Kontakt dient zunächst der Klärung: Worum geht es, was soll sich verändern, welche Erwartungen oder Bedenken gibt es und welcher nächste Schritt passt? Daraus können unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit entstehen.
Persönliche Beratung
Eine Person bearbeitet ein eigenes schulbezogenes Anliegen. Sie kann Erfahrungen sortieren, Zusammenhänge verstehen, Entscheidungen abwägen und neue Handlungsmöglichkeiten erproben. Persönliche Beratung ist grundsätzlich freiwillig und vertraulich.
Konsultation
Eine schulische Bezugsperson bringt eine konkrete Beobachtung oder Frage zum eigenen beruflichen Handeln ein. Gemeinsam werden mögliche Erklärungen geprüft und Schritte entwickelt, die im Schulalltag umsetzbar sind. Ob weitere Personen einbezogen werden, wird gesondert geklärt.
Diagnostische Klärung
Diagnostik beginnt mit einer Frage, nicht mit einem Test. Gespräche, Beobachtungen und vorhandene Informationen werden zusammengeführt; geeignete Tests kommen nur hinzu, wenn sie für die Frage benötigt werden. Die Ergebnisse werden verständlich eingeordnet. Die Rückmeldung zeigt, was sie aussagen, wo ihre Grenzen liegen und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Schulpsychologische Diagnostik unterstützt eine konkrete schulische Klärung. Die Diagnose und Behandlung psychischer Erkrankungen übernehmen ärztliche oder psychotherapeutische Fachpersonen.
Formelle Krisen- und Schutzverfahren
Bei akuten Lagen führt die zuständige schulische Stelle das Verfahren. Schulpsychologie bringt psychologische Einschätzung und Beratung ein und unterstützt bei Stabilisierung, Kommunikation, Übergabe und Nachsorge.
Mit Einzelnen, Gemeinschaften und der Schule arbeiten
Einzelne Menschen
Im Mittelpunkt stehen ein persönliches oder berufliches Anliegen, vorhandene Stärken und die Frage, welcher nächste Schritt hilfreich ist.
Klassengemeinschaften, Gruppen und Kollegium
Hier geht es um Beziehungen, Kommunikation, Beteiligung, Konflikte und Bedingungen für gemeinsames Lernen und Arbeiten.
Schule und Schulgemeinschaft
Schulpsychologie betrachtet wiederkehrende Bedarfe, vorhandene Angebote, Zuständigkeiten und schulische Abläufe. Daraus können besser verbundene Hilfewege oder gemeinsam entwickelte Angebote entstehen.
Ein Thema kann mehrere dieser Zusammenhänge berühren. Persönliche Unterstützung und die Weiterentwicklung schulischer Bedingungen ergänzen sich, bleiben aber jeweils an einen klaren Auftrag und einen geklärten Umgang mit Informationen gebunden.
Aus Erfahrungen für die Schule lernen
Wenn ähnliche Fragen an verschiedenen Stellen wiederkehren, kann das auf eine Lücke in der schulischen Unterstützung hinweisen. Schulpsychologie klärt mit den Beteiligten, was gebraucht wird und was bereits gut funktioniert.
Schulpsychologie führt solche Hinweise mit Rückmeldungen, Beobachtungen und bereits vorhandenen Angeboten zusammen. Vertrauliche oder identifizierbare Inhalte aus persönlichen Beratungen werden dafür nicht weitergegeben.
Darauf aufbauend werden vorhandene Angebote verbessert oder passende neue Angebote entwickelt. Sie werden zunächst erprobt und anschließend gemeinsam ausgewertet: Erreichen sie die richtigen Menschen, sind sie verständlich und helfen sie im Schulalltag? Die Ergebnisse bestimmen, was fortgeführt oder angepasst wird.
Schulpsychologie und Schulsozialarbeit
Schulsozialarbeit ist kontinuierlich im Schulalltag präsent. Sie stärkt Beziehungen und Teilhabe, begleitet praktische Veränderungen und bezieht die Lebenssituation der Beteiligten ein.
Schulpsychologie ergänzt diese Arbeit durch psychologische Beratung, diagnostische Klärung und die gemeinsame Analyse von Lern-, Gefühls- und Beziehungsdynamiken.
Je nach Anliegen arbeiten beide Professionen getrennt, abgestimmt oder gemeinsam. Vorher wird geklärt, wer welchen Beitrag übernimmt und welche Informationen weitergegeben werden dürfen. Vertrauliche Informationen werden dadurch nicht automatisch geteilt.
Psychologisches Wissen für den Schulalltag
Schulpsychologie vermittelt verständliches Wissen über Lernen, psychische Gesundheit, Beziehungen und hilfreiche Gesprächsführung. Das kann in Informationen, Fallbesprechungen, Gruppenangeboten oder Fortbildungen geschehen.
Ziel ist, Belastungen früher wahrzunehmen, angemessen anzusprechen, eigene Grenzen zu erkennen und passende Hilfe einzubeziehen. ROGER ist eine Merkhilfe für ein erstes unterstützendes Gespräch: Reagieren, offen ansprechen, gut zuhören, ermutigen und Ressourcen aktivieren. MHFA ist ein darauf aufbauendes Erste-Hilfe-Programm für psychische Gesundheit. Beide unterstützen den ersten Kontakt; Diagnostik, Behandlung und geregelte Schutzwege haben eigene Aufgaben.
Schulpsychologische Themenfelder
Fünf Themenfelder zeigen, welche Fragen Schulpsychologie bearbeiten kann.
Lernen, Leistung und Potenziale
Lernstrategien, Motivation, Aufmerksamkeit und Konzentration gehören ebenso zur Schulpsychologie wie Prüfungsangst, Leistungsdruck, besondere Begabungen, Unterforderung und schulische Übergänge.
Untersucht wird, wie persönliche Voraussetzungen, Erwartungen und Lernbedingungen zusammenwirken. „Fehlende Motivation“ ist noch keine Erklärung. Konkrete Situationen zeigen, was den Einstieg, das Dranbleiben oder das Zeigen vorhandener Fähigkeiten erleichtert.
Mögliche Beiträge sind: Psychologische Einordnung, persönliche Beratung, diagnostische Klärung, Gruppenangebote oder die Vorbereitung einer abgestimmten schulischen Unterstützung.
Psychisches Wohlbefinden und Teilhabe
Stress, Ängste, Erschöpfung oder depressive Beschwerden können Lernen, Beziehungen und den Schulbesuch belasten. Auch Rückzug, körperliche Beschwerden, Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen, Suchtfragen und digitale Lebenswelten können Thema sein.
Schulpsychologie bietet frühe Orientierung und schulbezogene Beratung. Dabei werden Dauer, Belastung und Folgen für den Alltag ebenso betrachtet wie Stärken, hilfreiche Beziehungen und Situationen, in denen es besser gelingt. Eine Belastung oder ein auffälliger Screeningwert ist nicht automatisch eine Diagnose.
Bei häufigen Fehlzeiten wird untersucht, was den Schulbesuch erschwert und was eine Rückkehr erleichtern kann. Schulische Begleitung kann auch während einer medizinischen oder psychotherapeutischen Behandlung wichtig bleiben.
Beziehungen, Konflikte und Schulklima
Zugehörigkeit, Kommunikation und Gruppendynamik prägen den Schulalltag. Schulpsychologie befasst sich mit Konflikten, Ausgrenzung, Diskriminierung, Mobbing und Gewalt und betrachtet dabei konkrete Abläufe sowie unterschiedliche Perspektiven.
Veränderungen können an Gesprächsformen, Erwartungen, Regeln, Beteiligung oder Schutz ansetzen. Erfahrungen gelingender Zusammenarbeit zeigen, was eine Klassengemeinschaft oder Gruppe stärken kann.
Bei Mobbing oder Gewalt haben der Schutz der Betroffenen und das Beenden der Übergriffe Vorrang. Eine allgemeine Konfliktmoderation reicht dafür nicht aus.
Professionelles Handeln und berufliche Belastung
Schulpsychologie unterstützt schulische Beschäftigte bei psychologisch anspruchsvollen Situationen, schwierigen Gesprächen, Rollenfragen, Veränderungen und beruflicher Belastung.
In einer Konsultation werden konkrete Beobachtungen eingeordnet und Handlungsmöglichkeiten entwickelt. Persönliche Beratung kann helfen, Belastungen zu verstehen, Grenzen zu klären und Entlastung zu finden. Dabei können auch Arbeitsbedingungen in den Blick kommen, die sich gemeinsam verändern lassen.
Bei schulweiten Fragen bringt Schulpsychologie die psychologische Perspektive in Gespräche mit Schulleitung, Kollegium, Schulsozialarbeit und Gremien ein. Vertrauliche Beratungsinhalte bleiben davon getrennt.
Schulische Unterstützung und Hilfewege
Manchmal zeigt sich dasselbe Problem an mehreren Stellen: Schüler*innen wissen nicht, an wen sie sich wenden können. Lehrkräfte sind unsicher, wer den nächsten Schritt übernimmt. Oder ein vorhandenes Angebot erreicht nur wenige. Schulpsychologie klärt dann mit den Beteiligten, woran es liegt.
Oft lässt sich die Unterstützung verbessern, indem Ansprechpersonen klar benannt, Kontaktwege vereinfacht oder vorhandene Angebote besser aufeinander abgestimmt werden. Zeigt sich darüber hinaus ein konkreter Bedarf, entwickelt Schulpsychologie gemeinsam mit den Beteiligten ein passendes Informations-, Gruppen- oder Präventionsangebot.
Neue oder veränderte Angebote werden zunächst erprobt und anschließend ausgewertet: Erreichen sie die Menschen, für die sie gedacht sind? Sind sie verständlich und im Schulalltag hilfreich? Die Antworten entscheiden darüber, was fortgeführt und was angepasst wird.
Weitere Hilfen und Anlaufstellen
Schulische Unterstützung ist Teil eines größeren Hilfesystems.
Wer unterstützt wobei?
In der Schule
Schulpsychologie berät zu schulbezogenen psychologischen Fragen und kann diagnostische Fragen klären. Schulsozialarbeit begleitet Beziehungen, Teilhabe und praktische Veränderungen im Schulalltag. Weitere Vertrauenspersonen können erste Ansprechpersonen sein und den Zugang zu Unterstützung erleichtern.
Schulübergreifende Unterstützung: SIBUZ
Das Schulpsychologische und Inklusionspädagogische Beratungs- und Unterstützungszentrum berät zu Lernen, Entwicklung, Teilhabe und schulischen Schwierigkeiten. Schüler*innen, Eltern und schulische Beschäftigte können sich direkt dorthin wenden; die Beratung ist kostenfrei und vertraulich. Für die Schule ist das SIBUZ Treptow-Köpenick zuständig.
Die schulinterne Schulpsychologie arbeitet eigenständig und eng mit dem SIBUZ zusammen. Bei Bedarf begleitet sie den Kontakt.
Jugendhilfe und Familienberatung
Die Erziehungs- und Familienberatung unterstützt bei Erziehungsfragen, familiären Konflikten oder Trennung. Das Angebot ist für Kinder, Jugendliche und Eltern kostenfrei. Beratungsstellen in Berlin.
Der Regionale Soziale Dienst des Jugendamts berät junge Menschen und Familien in belastenden Lebenssituationen, klärt geeignete Hilfen und wirkt beim Kinderschutz mit. RSD Treptow-Köpenick: Aufgaben und Kontakt.
Gesundheitliche Abklärung und Behandlung
Kinder- und hausärztliche Praxen können Beschwerden medizinisch abklären. Der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst (KJPD) bietet Beratung und Untersuchungen bei Fragen zur psychischen Gesundheit und Entwicklung. Bei Bedarf vermittelt er weitere Hilfen. Jugendliche können sich selbst melden. KJPD Treptow-Köpenick · KJPD nach Wohnbezirk finden.
Psychotherapeutische und psychiatrische Praxen oder Kliniken übernehmen je nach Bedarf die Behandlung. Eine psychotherapeutische Sprechstunde klärt zunächst das Anliegen. Sie ist jedoch noch keine Zusage für einen Therapieplatz. Informationen zur Suche und zum Zugang.
Damit aus einer Empfehlung erreichbare Hilfe wird
Weitere Hilfe kann sinnvoll sein, wenn eine zusätzliche fachliche Einschätzung, familiäre Unterstützung, Schutz, medizinische Abklärung oder Behandlung gebraucht wird. Schulpsychologie hilft, den passenden Weg zu klären.
- Bedarf klären: Welche zusätzliche Unterstützung wird wofür benötigt?
- Zugang prüfen: Welche Stelle ist zuständig, wie ist sie erreichbar und welche Unterlagen werden gebraucht?
- Kontakt vorbereiten: Mit Zustimmung kann Schulpsychologie eine Anfrage vorbereiten und die Kontaktaufnahme unterstützen. Dabei wird vereinbart, wer welchen Schritt übernimmt.
- Anschluss sichern: Später wird geprüft, ob der Kontakt zustande gekommen ist und die benötigte Unterstützung erreicht wurde.
Wenn Wartezeiten, fehlende Unterlagen oder unklare Zuständigkeiten den Zugang erschweren, werden andere Möglichkeiten oder eine begründete Zwischenlösung gesucht. Externe Termine und Behandlungsplätze kann Schulpsychologie nicht zusichern.
Während Wartezeit und Behandlung in der Schule unterstützen
Schulische Unterstützung kann während einer Wartezeit, einer Behandlung und beim Wiedereinstieg fortgeführt werden. Dabei kann es um bewältigbare Anforderungen, verlässliche Bezugspersonen und die Umsetzung schulbezogener Empfehlungen gehen.
Mit den Beteiligten wird vereinbart, wer erreichbar ist, was in der Schule hilfreich ist und welche Informationen dafür benötigt werden. Persönliche Behandlungsinhalte bleiben geschützt.
Beratung, Schutz und akute Hilfe
Ein vertrauliches Gespräch
- Kinder- und Jugendtelefon: 116 111, Montag bis Samstag, 14–20 Uhr. Anonym und kostenlos. Bei Nummer gegen Kummer gibt es auch Mail- und Chatberatung.
- Elterntelefon: 0800 111 0 550, Montag, Mittwoch und Freitag, 9–17 Uhr; Dienstag und Donnerstag, 9–19 Uhr. Anonym und kostenlos. Informationen für Eltern und Bezugspersonen.
- TelefonSeelsorge: 116 123, rund um die Uhr, anonym und kostenlos – für Menschen jeden Alters. Zum Angebot.
Schutz und Hilfe in Berlin
Die Berliner Notdienste unterstützen Kinder und Jugendliche, die Schutz brauchen – zu Hause oder andernorts. Auch Bezugspersonen können sich melden. Alle drei Nummern sind rund um die Uhr erreichbar:
- Kindernotdienst: 030 61 00 61, für Kinder bis einschließlich 13 Jahre. Zum Angebot.
- Jugendnotdienst: 030 61 00 62. Zum Angebot.
- Hotline Kinderschutz: 030 61 00 66, auch für Personen, die sich um den Schutz eines Kindes oder Jugendlichen sorgen. Zum Angebot.
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117, bei dringendem ärztlichem Hilfebedarf außerhalb der Praxiszeiten, wenn die Behandlung nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten kann. Bei Lebensgefahr gilt 112. Zum Angebot.
Gesprächsangebote und Onlineberatung sind kein Ersatz für den Notruf bei akuter Gefahr. Bei unmittelbarer Gefahr gilt 112 beziehungsweise 110.
Psychologie direkt in der Schulgemeinschaft
Schulpsychologie bringt psychologisches Wissen in den Schulalltag. Sie arbeitet an konkreten Fragen und berücksichtigt dabei persönliche Stärken, Beziehungen und schulische Bedingungen.
Diagnostik, Beobachtung und Auswertung
Ressourcen, Belastungen, Bedarfe, Zugänge und Wirkungen erfassen und fachlich einordnen.
Beratung und Erschließen von Hilfen
Situationen psychologisch einordnen, Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten stärken und passende Unterstützung zugänglich machen.
Angebote und Abläufe weiterentwickeln
Wiederkehrende Bedarfe erkennen, vorhandene Unterstützung verbinden und gemeinsam Verbesserungen erproben und auswerten.
Akute Einzelfälle und Krisen
In festgelegten Verfahren einschätzen, stabilisieren, beraten sowie Übergänge und Nachsorge unterstützen.
- Einzelberatung
- Klassen und Gruppen
- Schulgemeinschaft
Kontakt und Termine
Montag bis Donnerstag4.–10. Stunde (10:40–17:00 Uhr)Raum B 307
Termin buchen (öffnet in neuem Tab)Bei akutem Unterstützungsbedarf bitte direkt die Schulsozialarbeit kontaktieren.